Essstörungen

Eine Initiative der Abteilung Psychosomatik-Schmerzmedizin der Inneren Medizin 2 des Klinikums Mutterhaus (Dr. Werner Schaan) und der Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters (Dr. Karoline Weiland-Heil)

 

Risiko- und auslösende Faktoren für Essstörungen

Dem Ausbruch einer Essstörung geht meistens u.a. eine Phase strikter Diät, in selteneren Fällen auch körperliche Erkrankungen mit Gewichtsabnahme, voraus. Während der Pubertät erlebt jeder junge Mensch körperliche Veränderungen, die gesamte Körperstatur verändert sich. Hinzu kommen zahlreiche neue Anforderungen in Familie, Schule und Beruf. Insbesondere steht die vermehrte Ablösung von der Herkunftsfamilie an.

Die jungen Menschen entwickeln mehr und mehr ihr eigenständiges Leben. Diese normalen Autonomieanforderungen, aber auch belastende Lebensereignisse wie z. B. Trennungs- und Verlusterfahrungen und/oder Belastungen im Familienleben, können zusammen essgestörtes Verhalten auslösen. Man spricht demnach von einem multifaktoriellen biopsychosozialen Modell. Bestandteile hiervon sind biologische, persönliche und soziale Risikofaktoren.