Essstörungen

Eine Initiative der Abteilung Psychosomatik-Schmerzmedizin der Inneren Medizin 2 des Klinikums Mutterhaus (Dr. Werner Schaan) und der Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters (Dr. Karoline Weiland-Heil)

 

Soziale Risikofaktoren

  • Gesellschaftliches Schlankheitsideal: Die heutige Zeit ist vor allem für Mädchen und Frauen durch ein Schönheitsideal geprägt, das vorgibt, dass nur „schöne“ und perfekt proportionierte Frauen erfolgreich sein können und geliebt werden.
  • Hohe Leistungsanforderungen: Vor allem in Schule, Studium und Beruf werden sehr hohe Erwartungsstandards gesetzt. Diese werden häufig von den Eltern vermittelt.
  • Überbehütung: Hiermit ist die Neigung gemeint, Heranwachsende zu sehr beschützen zu wollen.
  • Essverhalten in der Familie: Hiermit ist beispielsweise das Diäthalten von Familienmitgliedern gemeint, aber auch kritische Kommentare über Figur und Aussehen durch Familienmitglieder; manchmal leiden oder litten auch Eltern unter einer Essstörung.
  • Ungünstige familiäre Muster im Umgang mit Konflikten, z. B. Vermeidung von Konflikten, aber auch ständige Streitereien.
  • Veränderung des Rollenverhaltens von Frauen: Neben den „traditionellen“ Anforderungen wie Haushalt, Kinderversorgung und Partnerin treten vermehrt berufliche Anforderungen in das Zentrum. Die Betroffenen wollen häufig allen Erwartungen gerecht werden und erleben sich als Versagerinnen, wenn dies nicht gelingt.