Klinikum Mutterhaus Mitte

 

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Herzkatheter in der Kardiologie im Klinikum Mutterhaus Mitte

Herzkatheter

Im Dezember 2017 wurde im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Mitte ein Herzkatheterlabor in Betrieb genommen. Seitdem stehen vielfältige Möglichkeiten der invasiven Diagnostik und Therapie zur Verfügung, z.B.:

  • Koronarangiographie und Stenteinlage

    • Druckdrahtmessung (FFR)
    • Intrakoronare Bildgebung (OCT)
    • Rotablation (Gefäßbohrer)

Der Linksherzkatheter kann heutzutage in den meisten Fällen sicher über den Arm durchgeführt werden. Dies vermindert das Risiko der Untersuchung und ist für den Patienten in der Regel angenehmer, da er direkt nach der Untersuchung aufstehen kann.

Rechtsherzkatheter

Dieser dient der Druckmessung in den rechten Herzkammern und in der Lungenstrombahn. Außerdem können Herzklappenfehler genauer untersucht werden. Auch den Rechtsherzkatheter führen wir überwiegen vom Arm aus durch.

Myokardbiopsie

Probeentnahme aus dem Herzmuskel zur Diagnostik von Entzündungen oder Ablagerungen (Speicherkrankheiten). Myokardbiospien können heute mit geringem Risiko vom Arm aus durchgeführt werden, überlicherweise aus dem linken Ventrikel. 

Vorhofohr-, Vorhofseptumverschluss

Eingriffe zur Verhinderung von Schlaganfällen in besonderen Fällen. Hier wird über eine Vene in der Leiste ein Verschlusssystem (manchmal „Schirmchen“ genannt) eingesetzt und so verhindert, dass Gerinnsel gebildet werden oder diese sich ablösen können. Dies kann eine Alternative für Patienten sein, die eine Blutverdünnung nicht vertragen.

Septumablation (ASA, TASH, PTSMA)

Bei Patienten mit erblicher Herzmuskelverdickung (HOCM) kann es bei Beschwerden notwendig werden einen Teil des Herzmuskels auszuschalten. Als gleichwertige Alternative zur Operation steht dabei als Katheterverfahren die Alkoholablation zur Verfügung. Dabei wird durch Alkoholinjektion in ein Gefäß (Septalast) ein umschriebener Infarkt des störenden Muskels erzeugt. Dies kann zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden führen und wird mittlerweile seit langen Jahren angewandt. Die als hypertrophe Kardiomyopathie bezeichnete Herzmuskelverdickung ist die häufigste vererbte Herzerkrankung. Jeder 500. Mensch ist davon betroffen.