Klinikum Mutterhaus Mitte

 

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Herzbildgebung im CT und MRT

Über die letzten 15 Jahren hat sich die Technik im Bereich der Herzbildgebung in großen Schritten weiterentwickelt und ist mittlerweile so genau, dass Herzerkrankungen mit Hilfe der CT oder MRT nichtinvasiv diagnostiziert werden können, ohne dass zwingend immer eine Herzkatheteruntersuchung zur Abklärung der Beschwerden durchgeführt werden muss. Die Herzkatheteruntersuchung hat dennoch weiterhin ihre klare Berechtigung und Indikationen und bleibt das wichtigste Instrument in der Therapie vieler Herzerkrankungen.


Die Stärke der CT und MRT liegt in der gezielten Abklärung von Verdachtsdiagnosen, um dem Kardiologen wichtige Informationen für die weitere Behandlung zu liefern. Im Klinikum arbeiten wir mit unseren Kardiologen vertrauensvoll und eng zusammen, ebenso wie mit unseren ambulanten kardiologischen Kolleginnen und Kollegen der Region. Wir tauschen uns im Detail mit Ihrem behandelten Arzt aus und können so für Sie die passende Untersuchung gezielt auswählen und die Befunde schnell und präzise erheben und kommunizieren.

 

Computertomographie des Herzens
(Kardio-CT, Herz-CT, CT-Koronarangiographie)

Die Kardio-CT ist eine nicht-invasive, schnelle und aussagekräftige Untersuchungsmethode. Sie dient der Beurteilung der Herzkranzgefäße und der Einschätzung eines möglichen Herzinfarktrisikos. Die Untersuchung wird bei Patienten mit unklarem Brustschmerz und bestehenden Risikofaktoren für Herz- Kreislauferkrankungen durchgeführt, wie erhöhter Blutdruck, Diabetes mellitus, Rauchen, erhöhte Blutfettwerte, Übergewicht oder bei Herzinfarkten in der Familie. Aufgrund der Anwendung von Röntgenstrahlen erfolgt diese Untersuchung nur nach ärztlicher Indikation. Um die Gefäße gut darstellen und beurteilen zu können, ist für eine Kardio-CT zum einen die Gabe eines Kontrastmittels sowie die Gabe eines speziellen Medikaments (Nitrospray) zur Erweiterung der Gefäße erforderlich.
Die Strahlendosis hat sich für die Herz-CT dramatisch verringert und die Methode hat sich in der Diagnostik der Koronaren Herzkrankheit fest etabliert.

 

Magnetresonanztomographie des Herzens
(Kardio-MRT, Herz-MR)

Eine Magnetresonanztomographie eignet sich hervorragend zur Bildgebung des Herzens. Krankhafte Veränderungen am Herzen können Dank hochauflösender und strahlungsfreier Technik sehr präzise dargestellt und gleichzeitig schonend diagnostiziert werden. MRT-Untersuchungen am Herzen sind zur Klärung von Fragen bzgl. krankhafter Veränderungen oder Vernarbungen des Herzmuskels geeignet, insbesondere Veränderungen nach einem stattgehabten Herzinfarkt, bei einer Entzündung oder Stoffwechselstörung oder rheumatoiden Erkrankungen nachzuweisen. Gegenwärtig ist die MRT die einzige Methode, die eine Myokarditis abbilden kann. Die Herz-MRT dient zudem der Abklärung von angeborenen oder erworbenen Herzfehlern, zur Beurteilung der Funktionalität der Herzklappen und Herzkammern, zum Nachweis oder Ausschluss von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, von Blutgerinnseln oder auch von Herztumoren. Zum Ausschluss von Durchblutungsstörungen wird eine Herz-MRT-Untersuchung zur Vitalitätsprüfung des Herzmuskels eingesetzt als sogenannte Stress-MRT.