Bereich Strahlentherapie

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Brachytherapie

Bei der Brachytherapie (Afterloading) wird der Therapiestrahl nicht von außen durch den Körper in den Tumor eingebracht, sondern die Strahlenquelle über Nadeln oder Schläuche in den Tumor eingeführt, so dass im Tumor eine sehr hohe Dosis eingestrahlt werden kann ohne das gesunde umgebende Gewebe dabei stärker zu belasten. Der Vorteil dieser Methode ist die hohe Dosis im Tumor mit steilem Dosisabfall zum gesunden Gewebe und damit eine bessere Verträglichkeit der Therapie. 

Diese Form der Behandlung nutzen wir z. B. beim Prostata-Carcinom, wobei ein Teil der Bestrahlung von außen mittels Linearbeschleuniger erfolgt, ergänzt durch die anschließende zweimalige Brachytherapie. Je nach Größe der Prostata werden unter Ultraschallkontrolle jeweils bis zu 18 Hohlnadeln in das Organ eingebracht und anschließend mit einer Iridium-Quelle beladen. Die Bestrahlung erfolgt nach einem computergestützt errechneten Bestrahlungsplan, in dem die radioaktive Quelle definierte Haltepunkte in den Nadeln anfährt. Durch die Kombination beider Behandlungsformen ergibt sich eine deutlich geringere Belastung im Bereich von Blase und Darm, so dass die Nebenwirkungen gesenkt werden können.

Diese Behandlungsform wurde in unserer Abteilung inzwischen bei über 1000 Patienten angewandt. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind seit Durchführung der Kombination nahezu nicht mehr aufgetreten. 

Da die Strahlentherapie über einen eigenen Brachytherapie-OP verfügt, führen wir diese Behandlungsform in großem Umfang in enger Kooperation mit unseren Fachabteilungen, u. a. bei gynäkologischen Tumoren, Kopf-Hals-Tumoren, Lungentumoren, Speiseröhrentumoren sowie intraoperativ bei nicht vollständig zu entfernenden Tumoren durch.