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Mehr Sicherheit für Patienten und Europa-Premiere: Neueste Generation der Video-Laryngoskope im Klinikum Mutterhaus

Modernste Technik für die Intubation erhöht die Präzision bei schwierigen Atemwegen

Sicherheit und Wohl des Patienten im Blick: Chefarzt Dr. med. Oliver Kunitz (l.) bei der Intubation mit dem neuen Videolaryngoskop. Foto: Klinikum Mutterhaus/Adrian Donath

Alte und neue Versionen der Laryngoskope im Vergleich. Foto: Klinikum Mutterhaus/Adrian Donath

 

In der Anästhesie und Intensivmedizin gehört die Sicherung der Atemwege zu den täglichen Routineaufgaben. Unter Notfallbedingungen kann diese sogenannte Intubation jedoch zur klinischen Herausforderung werden. Das Klinikum Mutterhaus setzt hier ab sofort auf eine technologische Weiterentwicklung: Als erste Klinik in Europa hat das Haus das neue Video-Laryngoskop-Modell „MAC+“ des Herstellers McGRATH flächendeckend im regulären Klinikdienst etabliert.

Ein Video-Laryngoskop ist ein medizinisches Instrument, das mit einer winzigen Kamera und einer Lichtquelle ausgestattet ist und den Intubationsvorgang hochauflösend auf einen Monitor überträgt. Während Video-Laryngoskope im Trierer Klinikum Mutterhaus bereits seit Jahren Standard sind, hebt die neue Gerätegeneration sowohl die Patientensicherheit als auch die medizinische Ausbildung auf ein neues Niveau. 

Präzision im Klinikalltag

Das neue System zeichnet sich durch ein optimiertes Handling aus und erhöht den Schutz des Patienten spürbar. Auch unter anatomisch schwierigen Bedingungen erlaubt die Kameraperspektive eine sichere und exakte Sicht. Der Vorgang ist dadurch schonender und minimiert das Risiko von Verletzungen im Mundraum oder an den Zähnen.

„Die Weiterentwicklung der Optik ermöglicht uns eine präzise Darstellung der Atemwege direkt beim ersten Intubationsversuch, was gerade bei unerwarteten anatomischen Schwierigkeiten im Operationssaal entscheidend ist“, erklärt Dr. med. Oliver Kunitz, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin am Klinikum Mutterhaus und lehrverantwortlicher Arzt am Medizincampus Trier. 

Dokumentation und kabelloses Streaming

Das Medizinprodukt ist für Standard-Intubationen ebenso geeignet wie für das Erreichen schwieriger Atemwege. Zu den wichtigsten technischen Neuerungen gehört eine Aufnahmefunktion, welche Videos der Anwendungen nachträglich auf einem internen Speicher dokumentiert. Zudem kann das Gerät Bilder anzeigen und kabellos mit einer Reichweite von bis zu fünf Metern direkt auf externe Bildschirme im OP oder Behandlungsraum streamen.

„Das drahtlose Streaming bietet uns einen enormen Vorteil in der Lehre und der Ausbildung junger Kolleginnen und Kollegen, da das gesamte OP-Team den Intubationsvorgang in Echtzeit hochauflösend mitverfolgen kann“, erklärt Chefarzt Kunitz. Die Aufnahmen löschen sich nach einer vordefinierten Zeitspanne automatisch selbst, können bei Bedarf zu Dokumentationszwecken jedoch dauerhaft gesichert werden.

Hintergrund

Im Gegensatz zu älteren Modellen, die mit herkömmlichen Batterien betrieben wurden, arbeitet das neue System mit wieder aufladbaren Akkus, wobei ein einziger Akku den Verbrauch von rund 40 Batterien ersetzt. Auch beim Infektionsschutz geht die Klinik neue Wege: Statt Edelstahl-Spateln kommen sterile Einweg-Spatel aus einem beschlagfreien, optischen Polymer zum Einsatz. Dies schont wichtige Ressourcen, da die Aufbereitung und Sterilisation von chirurgischem Edelstahl ein extrem energieaufwendiger Prozess ist.