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Ein Jahr Hebammenkreißsaal im Klinikum Mutterhaus: Positive Bilanz

Gestärkte Wahlmöglichkeiten für Schwangere und bewährtes Betreuungskonzept

Das Hebammen-Team des Klinikum Mutterhaus hatte am 05. Mai doppelten Grund zur Freude: Der Welthebammentag markiert auch das Jubiläum des Hebammenkreißsaals. Foto: Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen/Julia Weyer


Zum ersten Jahrestag am 5. Mai 2026, dem Internationalen Tag der Hebammen, zieht das Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen in Trier eine positive Bilanz seines hebammengeleiteten Kreißsaals. Seit dem Start des Angebots im vergangenen Jahr haben zahlreiche Frauen die Möglichkeit genutzt, ihre Geburt selbstbestimmt und zugleich im sicheren Umfeld eines Klinikums zu erleben. Insgesamt gab es binnen eines Jahres 37 Geburten in diesem Kreißsaal. Im Mittelpunkt des Konzepts steht die Eins-zu-eins-Betreuung durch eine Hebamme während des gesamten natürlichen Geburtsverlaufs.

„Dieses Modell hat sich bewährt: Die persönliche Begleitung schafft Vertrauen und stärkt die Eigenbestimmung der Frauen“, sagt Professor Dr. med. Sebastian Jud, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe. „Bei Bedarf kann jederzeit das ärztliche Team hinzugezogen werden, etwa zur Schmerzmittelgabe oder bei Komplikationen. Auch eine Verlegung in den interdisziplinären Kreißsaal ist jederzeit möglich. Der Hebammenkreißsaal hat sich in den ersten zwölf Monaten zu einem festen Bestandteil des Angebots entwickelt.“

Versorgung und Wahlmöglichkeiten für Schwangere

Nach Einschätzung des Klinikums ist die Einrichtung inzwischen ein wichtiger Baustein der regionalen Versorgung und erweitert die Wahlmöglichkeiten für Schwangere. „Gerade als konfessionelles Krankenhaus ist es uns ein besonderes Anliegen, werdende Mütter in einer Atmosphäre von Vertrauen, Würde und Geborgenheit zu begleiten“, sagt Geschäftsführer Dr. med. Christian Sprenger. „Der Hebammenkreißsaal ist Ausdruck eines interprofessionellen Betreuungskonzepts für gesunde Schwangere und ergänzt das geburtshilfliche Angebot.“

Ziel ist es, Frauen eine möglichst selbstbestimmte und natürliche Geburt zu ermöglichen; zugleich bleibt die medizinische Sicherheit jederzeit gewährleistet. Bei Bedarf steht das gesamte ärztliche und pflegerische Team des Klinikums bereit. „Wir freuen uns, unseren betreuten Müttern und Elternpaaren diese Möglichkeit anzubieten“, sagt die leitende Hebamme am Klinikum, Kirsten Emmerich-Jager.

Hebammen, Ärzte und Pflegepersonal

Der hebammengeleitete Kreißsaal geht auf ein Projekt aus dem Jahr 2023 zurück, das vom Land Rheinland-Pfalz mit 30.000 Euro gefördert wurde. Eine enge Zusammenarbeit sowie eine abgestimmte Kommunikation zwischen Hebammen, Ärzten und Pflegepersonal sind von Beginn an zentrale Bestandteile gewesen und haben sich im laufenden Betrieb bewährt.