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Gewalt in Beziehungen: Klinikum Mutterhaus bietet vertrauliche Hilfe für Betroffene

Hilfe für Opfer von Gewalt – Kostenlose und anonyme medizinische Versorgung

Im Klinikum Mutterhaus wird ein standardisiertes Test-Kit zur anonymen Spurensicherung bereitgestellt. Foto: Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen/Dominik Schuler

 

In Deutschland wird seit einer Woche intensiv über Formen von Gewalt in Beziehungen diskutiert, die Bundesregierung prüft entsprechende strafrechtliche Verschärfungen. Das Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen weist vor diesem Hintergrund darauf hin, dass Opfer von Sexualstraftaten die Möglichkeit einer anonymen Spurensicherung haben. Wie das Krankenhaus mitteilt, steht dafür unter anderem die gynäkologische Ambulanz rund um die Uhr für Betroffene zur Verfügung.

Ziel des Angebots ist es, eine medizinische Versorgung und Beweissicherung unabhängig von einer sofortigen Anzeige bei der Polizei zu gewährleisten. „Gerade in der Zeit unmittelbar nach einer Tat sind viele Betroffene psychisch und körperlich stark belastet und können sich häufig noch nicht zu einer Anzeige entschließen“, erläutert Geschäftsführer Dr. med. Christian Sprenger die Bedeutung des freiwilligen Angebots. Bei der Untersuchung werden unter anderem Verletzungen dokumentiert sowie mögliche DNA-Spuren und Kleidung gesichert. Eine Weitergabe von Informationen und der so gesicherten Spuren erfolgt nur dann, wenn es seitens der Betroffenen ausdrücklich gewünscht ist. 

Die im Klinikum gesicherten Beweise werden anonymisiert am Institut für Rechtsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz gelagert und dort fünf Jahre aufbewahrt. Eine medizinische Untersuchung nach sexualisierter oder häuslicher Gewalt ist in jedem Fall sinnvoll – auch wenn zunächst keine sichtbaren Verletzungen vorliegen. Sollten sich Betroffene später für eine Anzeige entscheiden, können diese Spuren als gerichtsverwertbares Material dienen.

Umfassende Hilfe und Unterstützung für Gewaltopfer

Das Angebot ist Teil des Projekts „Vertrauliche Hilfe nach Gewalt“, das sich an Opfer mutmaßlicher Straftaten ab einschließlich 14 Jahren richtet. Neben der medizinischen Versorgung erhalten Betroffene auch psychosoziale, seelsorgerische und pflegerische Unterstützung. Ärztinnen und Ärzte der Klinik sind nicht nur im Umgang mit Gewaltbetroffenen, sondern auch rechtsmedizinisch geschult, sodass die gesicherten Befunde gerichtsverwertbar sind.

Zudem informieren klinische Fachkräfte über weitere Hilfsangebote, etwa zur Notfallverhütung. Wer sich unmittelbar zur Anzeige entschließt, wird laut Klinik ebenfalls unterstützt und kann direkt an die Kriminalpolizei vermittelt werden. Fachpersonal verschiedener Abteilungen wurde dafür speziell geschult.

Spuren sichern – “Vertrauliche Hilfe nach Gewalt”

Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen
Gynäkologische Ambulanz
Feldstraße 16
54290 Trier
24-Stunden-Rufnummer: 0651 9470
https://www.mutterhaus.de/im-notfall/anonyme-spurensicherung