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Klinik-Reportage: Ein neuer Anfang nach der Hüft-OP

Zurück ins eigene Leben – und in einen Alltag ohne Schmerzen

Knie-OP mit dem Roboter-System VELYS

Präzision im OP: Chefarzt Dr. med. Elmar Schwarz mit dem VELYS-System.

Wenn sie heute durch den Garten geht, wirkt alles wieder viel leichter. Ihr Hund läuft ihr hinterher, bleibt kurz stehen, schnuppert, und sie kann ihm zulächeln. Noch vor wenigen Wochen war selbst dieser Weg eine Herausforderung. Gabriele ist glücklich. In einem Zeitraum von weniger als drei Monaten hat sie im Klinikum Mutterhaus zwei sogenannte Hüftgelenks-Endoprothesen, also künstliche Hüftgelenke, erhalten. Rechts- und linksseitig wurde die 68-Jährige im Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie von Chefarzt Dr. med. Elmar Schwarz operiert.

Oftmals konnte sie zuvor ihren Vierbeiner, einen spanischen Wasserhund, nur noch in den Garten lassen. Die geliebten Spaziergänge durch die Ausläufer des Hunsrücks mussten ausfallen. Manchmal sprang die Nachbarin ein, übernahm das Gassigehen. Jetzt kann Gabriele dies wieder selbst übernehmen, berichtet sie Mitte April im Gespräch im Trierer Klinikum Mutterhaus.

Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie

„Patienten und Patientinnen wie diese treiben uns täglich an“, sagt Chefarzt Dr. med. Elmar Schwarz. Das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie wurde unter seiner Leitung im Februar 2023 neu gegründet. Das Leistungsspektrum der Abteilung im Klinikum Mutterhaus wurde seither stetig ausgebaut und umfasst neben dem Fachgebiet der Orthopädie und Unfallchirurgie auch die Schwerpunkte spezielle Unfallchirurgie, spezielle orthopädische Chirurgie sowie Handchirurgie. Mit robotischer Unterstützung können neben Vollprothesen inzwischen auch Teilprothesen im Klinikum Mutterhaus den Patienten eingesetzt werden.

Zum Juli 2026 werden die Anzahl der Betten (55) sowie die OP-Kapazitäten weiter ausgebaut. Damit gehört die Abteilung zu den größten klinischen Abteilungen in der Region Trier. „Ich freue mich, einen entscheidenden Beitrag zur Versorgung der Patientinnen in unserer Region leisten zu können. Denn täglich motivieren sie uns, diesen Weg weiterzugehen“, erklärt Dr. med. Schwarz.

Vom ersten Schmerz zur klaren Diagnose

Gabriele ist Architektin im Ruhestand – und jemand, der gelernt hat, nach vorn zu gehen, wenn es schwierig wird. „Flucht nach vorne“, sagt sie selbst. Lange hatte sie die Schmerzen anders eingeordnet. Sie dachte zunächst an den Ischiasnerv, an etwas Vorübergehendes. Doch die Diagnose war eine andere: Hüftarthrose. Ein Einschnitt.

Der Weg zur Operation war für sie schnell klar. Dr. med. Elmar Schwarz war ihr empfohlen worden, und das Vertrauen war von Anfang an da. Angst habe sie keine gehabt, sagt sie. „Ich habe das einfach angenommen. Es wird schon gut.“ Sie fühlte sich gut aufgeklärt, gut begleitet – auch, weil sie schon früher einmal Patientin im Klinikum Mutterhaus gewesen war.

Schritt für Schritt zurück

Anfang Dezember wurde sie erstmals an der Hüfte operiert. Dank minimalinvasiver OP-Technik und optimaler Nachbehandlung konnte sie bereits fünf Tage nach der Operation entlassen werden. Mitte Dezember begann die Reha in Trier. Ein erster wichtiger Schritt zurück in den Alltag. Im Februar erfolgte die zweite Operation. Erfahren durch die erste OP, verließ sie das Krankenhaus am Tag vier nach der Operation. „Super, absolut top“, sagt sie heute über diese Zeit.

Die weiteren Fortschritte kamen Schritt für Schritt. Während der Reha konnte sie bald ohne Gehilfen gehen. Physiotherapie und Krankengymnastik bestimmten den Tagesablauf. Inzwischen kann sie wieder kilometerweit durch die Natur wandern.

Wenn Selbstverständlichkeiten fehlen

Nicht nur im Hochwald ist sie jetzt bald wieder öfter unterwegs, auch in Trier-Filsch und in Waldrach spaziert Gabriele gern. Sie kann ihrem Hund wieder beim Baden in der Ruwer zusehen. Nach der Operation kehrt die Normalität zurück.

Die Zeit davor war eine andere gewesen. Kochen? Nicht möglich. Der Haushalt? Nur mit Unterstützung. Eine Putzhilfe musste her. Dinge, die früher selbstverständlich waren – Bratkartoffeln, Kotelett, Gurkensalat – wurden so zu kleinen Sehnsuchtsmomenten.
 

Endoprothetik: Kontakt und persönliche Beratung

Telefonisch/Mail:

Montag bis Donnerstag von 10 Uhr bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 15:30 Uhr;
Freitag von 10 Uhr bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 14:30 Uhr
Telefon: +49 651 947 55880
E-Mail: Endoprothetik@mutterhaus.de

Persönlich:

Sprechstunde für Endoprothetik und Gelenkchirurgie: Montag von 9.10 Uhr bis 15 Uhr
Privat-Sprechstunde: Mittwoch von 9 Uhr bis 15 Uhr
MVZ-Sprechstunde: Mittwoch und Freitag von 8.30 Uhr bis 15 Uhr

Veranstaltung für Patienten:

„Das künstliche Hüftgelenk – Was Sie wissen sollten!“
27.04.2026 17:00 - 18:00
Klinikum Mutterhaus Mitte, Konferenzraum 7. Ebene, Feldstraße 16, 54290 Trier

Endoprothetik Beratung Grafik
Endoprothetik Hüftgelenk Detail 5
Endoprothetik Hüftgelenk Detail 3

Detailansichten der modernen Endoprothetik: Präzise Planung und hochwertige Implantate für die Hüftgelenkschirurgie.

Vertrauen als Grundlage

Heute ist das Kochen wieder Teil von Gabrieles Leben. Genauso wie das Autofahren, das ab April auch wieder möglich ist. Doch die eigentliche „Belohnung“, wie sie es nennt, ist eine andere: ein neues Lebensgefühl. Eines ohne ständige Schmerzen, ohne tägliche Schmerztabletten.

Wenn sie davon erzählt, klingt es wie eine konsequente Entscheidung. Und wie eine Geschichte über Vertrauen. Vertrauen in die Ärzte, in den eigenen Körper – und in die Überzeugung, dass es wieder besser werden kann.

Robotisch unterstützte OP-Techniken

Schwerpunkte des Zentrums unter Leitung von Dr. med. Schwarz sind auf dem orthopädischen Gebiet die Primär- und Wechsel-Endoprothetik sowie die gelenkerhaltende Chirurgie. Sowohl minimalinvasive, gewebeschonende Eingriffe, als auch robotisch unterstützte OP-Techniken kommen dabei zum Einsatz.

Auf dem Gebiet der gelenkerhaltenden Chirurgie werden zahlreiche moderne arthroskopische Eingriffe zur regenerativen Knorpel-Therapie, Meniskus-Chirurgie und Band-Rekonstruktion angeboten. Bei der unfallchirurgischen Versorgung von Verletzungen an Extremitäten, Wirbelsäule oder Becken kommen modernste Osteosynthese-Verfahren, minimalinvasive Operationstechniken, sowie gelenkerhaltende wie auch -ersetzende Verfahren zur Anwendung.

INFOBOX: Innovative Roboter-Chirurgie am Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie

Das Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen bietet im Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie minimalinvasive OP-Techniken, intensivierte Nachbehandlungskonzepte „Fast Track“ sowie modernste Implantate und Techniken der Endoprothetik – insbesondere den Einsatz des neuen roboter-assistierten Systems „VELYS“. Hierdurch können Endoprothesen (künstliche Gelenke) präziser und gewebeschonender eingesetzt werden. Das Klinikum Mutterhaus ist die einzige Einrichtung in Trier, die diese schonende Hightech-Methode einsetzt.

Nach der erfolgreichen Etablierung des OP-Systems „Da Vinci“ im Jahr 2023 hat das Klinikum im zweiten Halbjahr 2025 mit VELYS seine Kapazitäten in der Hightech-Chirurgie auch auf die Orthopädie ausgeweitet. Unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Elmar Schwarz wurden bereits zahlreiche Knie-Operationen mit dem innovativen System des Weltmarktführers DePuy Synthes durchgeführt.

Seit Anfang des Jahres 2026 konnten darüber hinaus auch robotisch assistierte Implantationen von Knie-Teilgelenksprothesen erfolgreich etabliert werden. Während des Eingriffs erfasst der Roboter die individuellen Knochen- und Bandstrukturen in Echtzeit. Dies erlaubt es den Chirurgen, die Position und Größe der Prothese exakt auf die Anatomie abzustimmen – noch bevor der erste Schnitt erfolgt.

„Wir sprechen hier von Abweichungen unter einem halben Millimeter. Die Operateure behalten jederzeit die volle Kontrolle.“
— Dr. Schwarz, Chefarzt

Als regionales Traumazentrum im TraumaNetzwerk Eifel-Mosel ist die Abteilung durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie zertifiziert. Zudem ist sie als BG-Klinik im Verletztenarten-Verfahren zugelassen.

In enger Zusammenarbeit mit der Geriatrie besteht seit 2020 eine Zertifizierung zum Alterstraumazentrum. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Handchirurgie, wo neben der Akutversorgung auch komplexe rekonstruktive Eingriffe sowie Standardoperationen regelmäßig durchgeführt werden.

(KMT/mjb)