Das Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen erweitert sein digitales Versorgungsangebot. Ab sofort bietet das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie eine spezialisierte telefonische Fachberatung für Patientinnen und Patienten an. Im Fokus stehen dabei allgemeine Informationen zu minimalinvasiven OP-Techniken, intensivierte Nachbehandlungskonzepte „Fast Track“ sowie im Mutterhaus verwendete modernste Implantate und Techniken der Endoprothetik – insbesondere der Einsatz des neuen roboter-assistierten Systems namens „VELYSTM“. Hierdurch können Endoprothesen noch präziser und schonender eingesetzt werden. Das Klinikum Mutterhaus ist die einzige Einrichtung in Trier, welche diese schonende Hightech-Methode im Einsatz hat.
Nach der erfolgreichen Etablierung des OP-Systems „Da Vinci“ im Jahr 2023 hat das Klinikum im zweiten Halbjahr 2025 mit VELYSTM seine Kapazitäten in der High-Tech-Chirurgie auch auf die Orthopädie ausgeweitet. Unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Elmar Schwarz wurden im vergangenen Halbjahr bereits zahlreiche Knie-Operationen mit dem innovativen System des Weltmarktführers DePuy Synthes (Hersteller: Johnson & Johnson MedTech) durchgeführt.
Service für Betroffene - umfangreiche Beratung
Um Interessierten den Zugang zu Informationen über VELYS zu erleichtern, hat das Klinikum eine direkte Anlaufstelle für die „Persönliche Beratung: Spezielle Endoprothetik und Gelenkchirurgie“ eingerichtet. Klinik-Expertinnen und -Experten geben Auskunft zum Leistungsspektrum und den Möglichkeiten der roboter-assistierten Chirurgie. Dort können unter anderem Termine für die Sprechstunden vereinbart werden.
Telefonisch/Mail
Montag bis Donnerstag von 10 Uhr bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 15:30 Uhr; Freitag von 10 Uhr bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 14:30 Uhr
Telefon: +49 651 947 55880
E-Mail: Endoprothetik@mutterhaus.de
Persönlich
Sprechstunde für Endoprothetik und Gelenkchirurgie: Montag von 9.10 Uhr bis 15 Uhr
Privat-Sprechstunde: Mittwoch von 9 Uhr bis 15 Uhr
MVZ Sprechstunde: Mittwoch und Freitag von 8.30 Uhr bis 15 Uhr
Millimeter-Arbeit für individuelle Anatomie
Das neue Robotersystem ermöglicht eine Präzision, die bei konventionellen Eingriffen kaum erreichbar ist. „Wir sprechen hier von Abweichungen unter einem halben Millimeter“, erklärt Dr. Schwarz. Trotz der digitalen Unterstützung betont er: „Die Operateure behalten jederzeit die volle Kontrolle.“ Diese klinische Leistung wird in Deutschland von den Krankenkassen bezahlt.
Während des Eingriffs erfasst der Roboter die individuellen Knochen- und Bandstrukturen des Patienten in Echtzeit. Dies erlaubt es den Chirurgen, die Position und Größe der Prothese exakt auf die Anatomie abzustimmen, noch bevor der erste Schnitt erfolgt. Ein wesentlicher Vorteil für die Patienten: Auf vorangehende CT-Aufnahmen kann durch die bildgebende Technik während der OP weitgehend verzichtet werden.
Investition in medizinische Exzellenz
Für den Geschäftsführer des Klinikums Mutterhaus, Dr. med. Christian Sprenger, ist die Erweiterung der robotischen Familie „ein konsequenter Schritt zur weiteren Verbesserung der medizinischen Behandlungsqualität. Ziel ist, den Patienten in Trier modernste und schonendste Methoden zugänglich zu machen.“
Neben VELYSTM und dem Da-Vinci-Operationssystem nutzt die Klinik auch in der hauseigenen Apotheke mit Kommissionier-Automaten „BD Rowa“ ein Roboter-System, um die medizinischen Abläufe möglichst effizient zu gestalten.