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Schritt für Umweltschutz: Klinikum Mutterhaus spart Energie wie 146 Haushalte – neues Zertifikat

Wertstoff-Partnerschaft mit Remondis spart Energie, Ressourcen und Treibhausgase

 

Das Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen gGmbH hat durch die Zusammenarbeit mit der REMONDIS-Gruppe erneut einen messbaren Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet. Dafür wurde dem Krankenhaus von Remondis ein Nachhaltigkeitszertifikat 2025 ausgestellt. Durch die Verwertung verschiedener Abfälle konnten fossile Ressourcen in Höhe von 80,8 Tonnen Öl-Äquivalent sowie 117,1 Tonnen biogener Ressourcen, berechnet als Holz-Äquivalent, eingespart werden. Beim Metallanteil weist die Bilanz prozessbedingt einen rechnerischen Netto-Verbrauch von 5,2 Tonnen Kupfer-Äquivalent aus. In der Gesamtbilanz überwiegen die Entlastungseffekte jedoch deutlich.

Die Daten wurden laut Remondis-Gruppe durch ein Modell errechnet, das vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik Umsicht in Sulzbach-Rosenberg erstellt wurde. Demnach beziffert das Zertifikat die Energieeinsparung auf 2.486,6 Megawattstunden. Das entspricht dem jährlichen Strom- und Wärmebedarf von 146 durchschnittlichen Haushalten in Deutschland. Die Treibhausgaseinsparung lag bei 182,3 Tonnen CO2-Äquivalent – vergleichbar mit den Emissionen eines Pkw auf einer Strecke von mehr als einer Million Kilometern.

 

Klinikum Mutterhaus - mehr als 100.000 Behandlungen

„Krankenhäuser verbrauchen jeden Tag zahlreiche verschiedene Materialien. Das gehört zu unserer Arbeit: Mehr als 115.000 Behandlungsfälle und knapp 16.000 Operationen gab es im Jahr 2025“, erklären die stellvertretende Geschäftsführerin Dr. Barbara Grundmann und Christian Mertes, Leiter des Klinischen Abfallmanagements. „Wir behandeln, pflegen, operieren, reinigen und versorgen Menschen. Am Ende entsteht dabei viel Abfall. Umso wichtiger ist es, bewusst damit umzugehen. Das Zertifikat ist eine schöne Anerkennung und ein Zeichen dafür, dass Klinikbeschäftigte dazu beitragen, Abfälle richtig zu entsorgen, besser zu trennen und Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen.“

Grundlage der Berechnungen für das Nachhaltigkeitszertifikat des Entsorgungs- und Recyclingunternehmens ist die Abfallbilanz der Klinik für das Jahr 2025. Berücksichtigt wurden unter anderem gemischte Abfälle zur Verwertung, Altmetalle, Bauschutt, Bio- und Grünabfälle, Elektroaltgeräte, Glas, Kühlgeräte, medizinische Abfälle, ölverunreinigte Betriebsmittel, Papier aus Aktenvernichtung, Papier, Pappe und Kartonagen, Schlämme aus der betriebseigenen Abwasserbehandlung sowie Sperrmüll und Spraydosen.

 

Bilanz zeigt deutliche Nettoeinsparungen

Den Angaben zufolge standen den erzielten Einsparungen auch Umweltbelastungen gegenüber. So wurden demnach unter anderem 44,7 Tonnen fossile Ressourcen (Öl-Äquivalent) verbraucht sowie 304,6 Tonnen CO2-Äquivalent ausgestoßen. Insgesamt überwogen jedoch die Entlastungseffekte, sodass sich in der Bilanz deutliche Nettoeinsparungen ergaben.

Wie aus der Darstellung zur Berechnungsmethodik hervorgeht, werden im Rahmen des Zertifikats die Umweltauswirkungen von der Entstehung des Abfalls bis zu dessen stofflicher oder energetischer Verwertung bilanziert. Die Einsparungen werden mithilfe eines Berechnungsmodells ermittelt, das sich methodisch an der Ökobilanzierung nach DIN EN ISO 14040 orientiert und vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Institutsteil Sulzbach-Rosenberg, entwickelt wurde. Die Ausweisung der Treibhausgaswerte erfolgt in Anlehnung an das international anerkannte GHG Protocol.

 

v.l.n.r. Ralf Boden (stellv. Leitung Kliniklogistik Klinikum Mutterhaus), Silvia Ney (Firma Remondis) und Christian Mertes (Leiter Klinikhygiene Klinikum Mutterhaus) bei der Übergabe des Nachhaltigkeitszertifikats. Foto: Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen/Julia Weyer