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Smartes Licht – grüner Strom: Klinikum Mutterhaus setzt auf modernste LED und Sonnen-Energie vom Dach

Sei helle, spar’ Watt! Geringerer Energieverbrauch im Krankenhaus – Strombedarf seit 2017 um rund 23 Prozent reduziert

Alles Gute kommt von oben: Rolf Braun, Dr. Barbara Grundmann und Architektin Nadine Schwenk-Kaup auf dem Dach des Klinikums.

Auf dem Dach des Klinikums tun insgesamt 150 Solarmodule ihren Dienst und produzieren jährlich knapp 65.000 kWh Strom.

 

Unter dem Motto „Sei helle, spar’ Watt!“ optimiert das Klinikum Mutterhaus in Trier seine Beleuchtungsinfrastruktur und setzt etwa bei allen aktuell laufenden Baumaßnahmen auf modernste, energieeffiziente LED-Technik. Im Zuge verschiedener Maßnahmen wird die Beleuchtung im kompletten Gebäudebestand schrittweise modernisiert, wie das Klinikum aus Anlass des Weltenergietags am 22. Oktober mitteilt. Die Modernisierung erfolgt im Rahmen eines Gesamt-Energiekonzeptes, das im Jahr 2026 seit genau zehn Jahren entsprechend der DIN ISO 50001 umgesetzt wird. Die Modernisierung der Lüftungs- und Klimasysteme sowie der Gebäude-Automation hat bereits zu großer Energieeinsparung geführt.

Und auch auf dem Dach der Klinik wurde jetzt eine leistungsstarke Photovoltaikanlage mit insgesamt 150 Solarmodulen und einer installierten Gesamtleistung von 66,75 kWp errichtet. Diese Anlage wird voraussichtlich knapp 65.000 kWh Solarstrom pro Jahr erzeugen. Der erzeugte Strom wird vollständig im Klinikum Mutterhaus genutzt und damit direkt vor Ort verbraucht. Durch die Nutzung dieser Energie können rechnerisch rund 30.322 Kilogramm CO₂ pro Jahr eingespart werden.

Klinik handelt aus Verantwortung für Mensch und Natur

„Das Thema Nachhaltigkeit ist uns ein wichtiges Anliegen. Gesundheit und eine intakte Umwelt gehören für uns untrennbar zusammen. Wer Verantwortung für die Gesundheit von Menschen übernimmt, muss auch Verantwortung für die natürlichen Lebensgrundlagen übernehmen“, erklärt Mutterhaus-Geschäftsführer Dr. med. Christian Sprenger. „Deshalb wollen wir unseren Beitrag leisten, unsere Umwelt zu bewahren, Ressourcen zu schonen und den notwendigen Wandel hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung aktiv mitzugestalten. Dabei geht es nicht nur um das, was heute möglich ist, sondern auch um unsere Verantwortung gegenüber den Generationen, die nach uns kommen.“ So beteiligt sich das Krankenhaus seit Oktober 2024 an der SWT Solar GmbH und hält 15 Prozent der Gesellschaftsanteile, um entsprechende Strommengen für Häuser des Unternehmens zu nutzen.

„Wir schauen uns unsere Infrastruktur kontinuierlich an und prüfen, wo wir Energie einsparen können, ohne dabei Abstriche bei den Anforderungen im Klinikalltag zu machen“, sagt die stellvertretende Geschäftsführerin am Klinikum Mutterhaus, Dr. Barbara Grundmann. „Die Umstellung auf LED sei dabei ein wichtiger Baustein. Es handelt sich um LED-Stripes, die für ein nahtloses, homogenes Lichtband ohne sichtbare Lichtpunkte und zugleich energiesparende Beleuchtung sorgen.“ Mehr als die Hälfte des insgesamt benötigten Stroms des Klinikums Mutterhaus wird aus erneuerbaren Energien bezogen. Auch auf dem Dach der Klinik finden sich Module, um Strom aus Sonnenenergie zu erzeugen.

Kontinuierliche Qualitätsentwicklung

Rolf Braun, Leiter der Abteilung „Technik & Bau“ des Krankenhauses, ergänzt: „Aktuell ist in einem der zentralen Gebäude vorgesehen, auf rund 600 laufenden Metern im Flur LED-Einsätze zu installieren.“ Die Umsetzung dieser Maßnahme soll entsprechend des Bauzeitenplans erfolgen. Im Altbaubestand wird die Beleuchtung auch andernorts modernisiert.

So wurden bereits unter anderem im Flur des Geschäftsführungsbereichs bestehende Leuchten durch energieeffiziente LED-Leuchten ersetzt. Diese Leuchten können entsprechend des Tageslichts automatisch gesteuert werden, sodass die Module zusätzlich zu ihrer effizienten Lichtausbeute, auch ganz auf künstliche Lichterzeugung verzichten können.

Von 12.779.830 auf 9.847.497 Kilowattstunden

Alle Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit den kontinuierlichen Bestrebungen des Klinikums, seinen Energieverbrauch zu reduzieren. So lag der Stromverbrauch 2017 noch bei 12.779.830 Kilowattstunden. Im Jahr 2025 waren es 9.847.497 Kilowattstunden – damit bald ein Viertel (rund 23 Prozent) weniger als acht Jahre zuvor. Mit der Aktion „Sei helle, spar’ Watt!“ macht das Klinikum Mutterhaus bereits seit einigen Jahren auf die Bedeutung eines bewussten Umgangs mit Energie aufmerksam.

Die Modernisierung der Beleuchtung ist ein für Patienten, Mitarbeitende und Gäste klar erkennbarer Schritt, wie der Energiebedarf in einer Klinik-Infrastruktur langfristig gesenkt werden kann. Auch bei der Zertifizierung setzt das Klinikum auf kontinuierliche Qualitätsentwicklung. Die bestehende Zertifizierung mit einer Laufzeit von jeweils drei Jahren wurde im Sommer 2026 erfolgreich durch ein erstes Überwachungsaudit bestätigt.